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Schnapsnotstande 1948 - und doch wurde gefeiert!

Beim Nachkriegskarneval fehlte es an allem. Fehlten kurz vor dem Feiern noch Teile der Kostüme, so wurden ebenmal Hosen, Knöpfe und Biesen bei Bekannten und Verwandten gesammelt. Am Ende wollte man ja "ordentlich" Karneval feiern.
In den Kneipen gab es kaum Alkohol. Die meisten Leute brannten ihren Schnaps selbst, den sogenannte Balkenbrand. Dieser wurde abgefüllt in Flaschen und unter dem Kostüm versteckt eingeschmuggelt. Da wurde dann zwischendurch immer mal an der Flasche genippt. Natürlich wussten die Wirte, was da läuft und hatten dementsprechend öfter mal ein Auge auf ihre Gäste. Wurde man erwischt, mußte man Strafe zahlen, das war das sogenannte Korkgeld. Es war nicht viel, tat aber schon ganz schön weh!

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Die Zeitungsartikel wurden uns freundlicherweise von Herrn Pelkmann zur Verfügung gestellt. Quelle: Westfälische Nachrichten